Biologie
Biologie: Studierende, Frauenanteil und Verlauf
Biologie erforscht das Leben von Molekülen bis zu Ökosystemen. Hier liest Du, was im Studium auf Dich zukommt und welche Berufswege es gibt.
Platz 14 von 223+1,6 % in 5 Jahren

Kurz gesagt
Kurz in Zahlen: 55.860 Studierende im Wintersemester 2025/26, Platz 14 von 223, Frauenanteil 66,9 %. Biologie gehört zum Studienbereich Biologie.
Profil in Zahlen
- Studierende
- 55.860Wintersemester 2025/26
- Frauenanteil
- 66,9 %Frauen 66,9 %übrige 33,1 %
- Internationale Studierende
- 17,4 %ausländische Staatsangehörigkeit
- Studienanfänger
- 7.8911. Hochschulsemester
- Bestandene Prüfungen
- 12.326Prüfungsjahr 2025
Entwicklung der Studierendenzahl
- Veränderung in 5 Jahren+1,6 %WS 2020/21 bis WS 2025/26
- Veränderung in 8 Jahren+5,2 %WS 2017/18 bis WS 2025/26, längste vergleichbare Reihe
Werte als Tabelle
| Semester | Studierende | zum Vorjahr |
|---|---|---|
| WS 2017/18 | 53.084 | – |
| WS 2018/19 | 53.308 | +0,4 % |
| WS 2019/20 | 53.693 | +0,7 % |
| WS 2020/21 | 54.957 | +2,4 % |
| WS 2021/22 | 55.604 | +1,2 % |
| WS 2022/23 | 56.754 | +2,1 % |
| WS 2023/24 | 57.189 | +0,8 % |
| WS 2024/25 | 56.661 | −0,9 % |
| WS 2025/26 | 55.860 | −1,4 % |
Geschwisterfächer im Studienbereich Biologie
4 Fächer mit eigener Seite, sortiert nach Studierenden.
- Biologie66,9 % Frauen55.860
- Biotechnologie60,3 % Frauen13.409
- Biomedizin72,7 % Frauen3.995
- Anthropologie (Humanbiologie)76,5 % Frauen618
Fakten aus den Daten
- Die Zahl der Studierenden ist in fünf Jahren gestiegen (+1,6 %).
- Rang 14 von 223 nach Studierendenzahl.
- 7.891 Studienanfänger im aktuellen Datenstand.
- Frauenanteil: 66,9 %.
- Zahl der Studierenden: 55.860.
- Neben Biologie führt der Atlas 3 weitere Fächer des Bereichs Biologie.
Worum es in der Biologie geht
Die Biologie untersucht Lebewesen, ihre Bausteine, ihre Funktionen und ihre Beziehungen zur Umwelt. Sie reicht von der Molekularbiologie und Genetik über Zellbiologie und Physiologie bis zu Ökologie, Evolution und Verhaltensforschung.
Das Studium ist naturwissenschaftlich und experimentell. Du arbeitest im Labor, im Gelände und am Computer, liest Fachartikel auf Englisch und lernst, Hypothesen zu prüfen. Viele Absolventen entdecken im Lauf des Studiums, dass ihre Interessen weit über Tiere und Pflanzen hinausgehen.
Die Bandbreite ist groß: Von Krebsforschung über Pflanzenzüchtung bis zu Naturschutz ist alles möglich.
Studieninhalte im Bachelor
Die ersten Semester enthalten Grundlagen in Chemie, Physik und Mathematik sowie Einführungen in Zellbiologie, Genetik, Botanik, Zoologie und Mikrobiologie. Laborpraktika schulen Arbeitstechniken und Protokollführung.
Später folgen Biochemie, Physiologie, Ökologie, Evolution und Bioinformatik. Im Wahlbereich vertiefst Du ein Gebiet, etwa Neurobiologie, Immunologie oder Entwicklungsbiologie. Mit der Bachelorarbeit arbeitest Du erstmals an einer eigenen Fragestellung in einer Arbeitsgruppe.
Zulassung
Biologie ist an vielen Hochschulen zulassungsfrei, an manchen mit Numerus clausus. Die Nachfrage ist hoch, die Auswahl hängt vom Standort ab. Informiere Dich über Fristen und Voraussetzungen, einige Hochschulen verlangen Vorkurse.
Chemie, Mathematik und Physik sind unverzichtbar. Wer in der Schule schwach war, sollte Brückenkurse nutzen.
Dauer und Abschlüsse
Der Bachelor dauert sechs Semester. Im Master, der vier Semester umfasst, spezialisierst Du Dich. Für eine Karriere in der Forschung ist die Promotion üblich und dauert mehrere Jahre. Für Industrie und Verwaltung reicht häufig der Master.
Ein Lehramtsstudium Biologie führt zum Staatsexamen oder Master of Education und bereitet auf den Schuldienst vor.
Spezialisierungen
Beliebte Master sind Molekularbiologie, Biochemie, Neurowissenschaften, Biotechnologie, Ökologie, Evolutionsbiologie und Bioinformatik. Jedes hat eigene Anforderungen und Berufsfelder. Biotechnologie führt in die Industrie, Ökologie in Planungsbüros und Naturschutz, Neurowissenschaften in die Forschung.
Wähle nach Interesse und Arbeitsmarkt. Praktika helfen Dir bei der Entscheidung.
Berufsfelder
Biologen arbeiten an Universitäten und Forschungsinstituten, in Pharma- und Biotechunternehmen, in Laboren der Lebensmittel- und Umweltanalytik, in Naturschutzbehörden, Planungsbüros, Museen und Zoos. Auch Wissenschaftskommunikation, Patentwesen und Beratung sind Möglichkeiten.
Der Arbeitsmarkt ist wettbewerbsintensiv, besonders in der akademischen Forschung mit vielen befristeten Stellen. Wer Zusatzkompetenzen in Statistik, Programmierung oder Management mitbringt, ist im Vorteil.
Für wen sich Biologie eignet
Du solltest neugierig, geduldig und sorgfältig sein. Laborarbeit verlangt Präzision und Ausdauer, Geländearbeit körperliche Fitness. Statistik und Programmierung werden immer wichtiger, auch wenn das Fach als anschaulich gilt.
Wer vor allem Tiere mag, sollte wissen, dass der Schwerpunkt auf Zellen und Molekülen liegt.
Laborpraktika und Gelände
In den Praktika lernst Du Mikroskopieren, Pipettieren, Kultivieren von Zellen, DNA-Extraktion und Auswertung von Messdaten. Protokolle gehören zu jedem Versuch. Sauberes Arbeiten und Dokumentation sind Voraussetzung für verlässliche Ergebnisse und später für jede Stelle im Labor.
Geländekurse führen Dich in Wälder, Moore oder Küstenregionen, wo Du Arten bestimmst und Lebensräume vergleichst. Sie schulen Beobachtung und Artenkenntnis und gehören für Ökologen zum Berufsalltag.
Forschung und Karriere
Die akademische Laufbahn führt über Promotion und Postdoc-Phasen zur Professur, ein Weg mit starkem Wettbewerb. Viele Promovierte wechseln in die Industrie, etwa in Forschung und Entwicklung, Zulassung oder Produktmanagement. Dort sind Projektmanagement, Englisch und Teamarbeit gefragt.
Wissenschaftskommunikation, Journalismus und Beratung sind Alternativen für alle, die gern erklären und vermitteln.
Nachhaltigkeit und Biodiversität
Klimawandel, Artensterben und Landnutzung machen Biologen zu gefragten Experten. Behörden, Verbände und Büros benötigen Gutachter für Umweltverträglichkeit, Artenschutz und Renaturierung. Das Studium bereitet mit ökologischen Modulen, Statistik und Geoinformation darauf vor.
Statistik und Datenanalyse
Moderne Biologie erzeugt riesige Datenmengen, etwa bei der Genomsequenzierung oder in der Bildgebung. Wer Daten auswerten kann, ist klar im Vorteil. Im Studium lernst Du Statistik, oft mit der Programmiersprache R oder Python, und wendest sie auf echte Messreihen an. Diese Kompetenz öffnet Türen in die Bioinformatik, in die Pharmaforschung und in Datenberufe außerhalb der Biologie.
Wähle im Studium bewusst Module in Statistik und Programmierung, auch wenn Dir Laborarbeit zunächst mehr liegt.
Praktika und Auslandserfahrung
Ein Forschungspraktikum zeigt, ob Dir wissenschaftliches Arbeiten liegt. Du erlebst den Alltag in einer Arbeitsgruppe, lernst Methoden und kannst Kontakte knüpfen. Praktika in der Industrie, in Behörden oder im Naturschutz erweitern den Blick auf mögliche Berufe.
Auslandssemester über Erasmus oder Austauschprogramme der Hochschule verbessern Sprache und Netzwerk. Forschungsaufenthalte während des Masters sind ein Pluspunkt für Promotionsbewerbungen.
Lehramt Biologie
Wer Biologie unterrichten möchte, studiert in der Regel zwei Fächer und Erziehungswissenschaft. Der Weg führt über Bachelor und Master of Education oder das Staatsexamen zum Referendariat. Der Bedarf an Lehrkräften ist je nach Bundesland und Schulform hoch. Informiere Dich über Anforderungen und Fächerkombinationen an Deiner Wunschhochschule.
Berufsstart in der Praxis
Der Einstieg gelingt am besten über Praktika, Abschlussarbeiten in Unternehmen und Kontakte aus Projekten. Bewirb Dich früh, denn Auswahlverfahren in der Industrie dauern oft mehrere Monate.
Studienwahl im Vergleich
Vergleiche Biologie mit verwandten Fächern wie Biochemie, Biotechnologie, Molekulare Medizin oder Umweltwissenschaften. Sie teilen viele Grundlagen, setzen aber eigene Schwerpunkte und führen teils in andere Berufsfelder. Wer sich unsicher ist, startet oft mit Biologie, weil sich später fast alle Richtungen im Master ansteuern lassen.
Biologie in den Zahlen
Zum Wintersemester 2025/26 sind 55.860 Studierende im Fach eingeschrieben. Damit liegt es auf Rang 14 von 223 Studienfächern. Der Frauenanteil beträgt 66,9 Prozent.
Der Anteil internationaler Studierender liegt bei 17,4 Prozent, im ersten Fachsemester begannen zuletzt 7.891 Studierende. Das Fach zählt zu den großen Naturwissenschaften.
Die Statistik beschreibt Größe und Entwicklung, nicht die Qualität eines Studiums. Mit dem Studienwahl-Test prüfst du, welche Fächer zu deinen Interessen passen. Stand der Zahlen: Wintersemester 2025/26.
Weiter im Atlas
Häufige Fragen
Wie viel Chemie steckt in der Biologie?
Viel, besonders in den ersten Semestern. Chemie bildet die Grundlage für Biochemie und Molekularbiologie.
Gibt es Biologie ohne Numerus clausus?
An vielen Hochschulen ja, an anderen gibt es lokale Zulassungsbeschränkungen.
Brauche ich eine Promotion?
Für die Forschung ja, für Industrie und Verwaltung oft nicht.
Wie sind die Jobchancen?
Gemischt. In der Industrie sind Spezialisierung und Praxis wichtig, in der Wissenschaft sind Stellen oft befristet.