Elektrotechnik und Informationstechnik
Elektrotechnik/Elektronik studieren: Zahlen und Entwicklung
Elektrotechnik ist die Grundlage von Energieversorgung, Elektronik und Kommunikationstechnik. Hier liest Du, was Dich im Studium erwartet und wo Absolventen arbeiten.
Platz 10 von 223−8,7 % in 5 Jahren

Kurz gesagt
60.522 Menschen waren im Wintersemester 2025/26 in Elektrotechnik/Elektronik eingeschrieben, 81,7 % des Studienbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik. Gegenüber dem Stand vor fünf Jahren ergibt das −8,7 %.
Profil in Zahlen
- Studierende
- 60.522Wintersemester 2025/26
- Frauenanteil
- 15,6 %Frauen 15,6 %übrige 84,4 %
- Internationale Studierende
- 42,1 %ausländische Staatsangehörigkeit
- Studienanfänger
- 9.3041. Hochschulsemester
- Bestandene Prüfungen
- 10.774Prüfungsjahr 2025
Entwicklung der Studierendenzahl
- Veränderung in 5 Jahren−8,7 %WS 2020/21 bis WS 2025/26
- Veränderung in 8 Jahren−13,1 %WS 2017/18 bis WS 2025/26, längste vergleichbare Reihe
Werte als Tabelle
| Semester | Studierende | zum Vorjahr |
|---|---|---|
| WS 2017/18 | 69.634 | – |
| WS 2018/19 | 68.471 | −1,7 % |
| WS 2019/20 | 67.598 | −1,3 % |
| WS 2020/21 | 66.255 | −2,0 % |
| WS 2021/22 | 64.404 | −2,8 % |
| WS 2022/23 | 62.875 | −2,4 % |
| WS 2023/24 | 60.330 | −4,0 % |
| WS 2024/25 | 59.999 | −0,5 % |
| WS 2025/26 | 60.522 | +0,9 % |
Geschwisterfächer im Studienbereich Elektrotechnik und Informationstechnik
6 Fächer mit eigener Seite, sortiert nach Studierenden.
- Elektrotechnik/Elektronik15,6 % Frauen60.522
- Kommunikations- und Informationstechnik20,4 % Frauen8.580
- Mikrosystemtechnik21,2 % Frauen2.532
- Elektrische Energietechnik17,3 % Frauen1.335
- Mikroelektronik29,1 % Frauen690
- Optoelektronik34,3 % Frauen382
Fakten aus den Daten
- Platz 10 unter 223 Fächern mit eigener Seite.
- Neben Elektrotechnik/Elektronik führt der Atlas 5 weitere Fächer des Bereichs Elektrotechnik und Informationstechnik.
- In Elektrotechnik/Elektronik sind 15,6 % der Eingeschriebenen weiblich.
- 10.774 Absolventen in der Prüfungsstatistik.
- Fünf-Jahres-Trend der Studierendenzahl: −8,7 %.
- Zahl der Studierenden: 60.522.
Was Elektrotechnik ist
Elektrotechnik beschäftigt sich mit der Erzeugung, Übertragung und Nutzung elektrischer Energie sowie mit der Verarbeitung von Signalen und Informationen. Sie reicht von Kraftwerken und Stromnetzen über Motoren und Leistungselektronik bis zu Chips, Sensoren und Kommunikationssystemen. Fast jede moderne Technik beruht auf Elektrotechnik.
Das Studium ist mathematisch und physikalisch geprägt und verbindet Theorie mit Laborpraxis. Du lernst, elektrische Schaltungen zu berechnen, Systeme zu modellieren und technische Lösungen zu entwickeln.
In den Daten der Hochschulstatistik wird das Fach als Elektrotechnik und Elektronik geführt.
Studieninhalte
Die ersten Semester enthalten Mathematik, Physik, Grundlagen der Elektrotechnik, Informatik und Digitaltechnik. Du lernst Gleich- und Wechselstromkreise, Felder, Signale und Systeme sowie Programmierung.
Später folgen Elektronik, Regelungstechnik, Messtechnik, Energietechnik, Nachrichtentechnik und Mikrocontroller. In Laboren baust Du Schaltungen auf, misst und simulierst Systeme und dokumentierst Ergebnisse. Projektarbeiten verbinden Entwurf und Test.
Vertiefungen
Typische Richtungen sind Energietechnik mit Netzen und erneuerbaren Energien, Automatisierungstechnik, Mikroelektronik, Nachrichten- und Kommunikationstechnik sowie Embedded Systems. Elektromobilität, Robotik und Medizintechnik sind weitere Anwendungsfelder.
Die Energiewende macht Elektrotechniker besonders gefragt. Netzausbau, Speicher und Leistungselektronik brauchen Fachleute für Planung, Entwicklung und Betrieb.
Zugang, Dauer und Abschluss
Elektrotechnik wird an Technischen Universitäten und Fachhochschulen angeboten, oft ohne Zulassungsbeschränkung. Der Bachelor dauert sechs bis sieben Semester, der Master drei bis vier. Duale Modelle verbinden Studium und Ausbildung im Betrieb.
Vorkurse in Mathematik und Physik helfen beim Einstieg. Wer den Anschluss verliert, sollte früh Hilfe suchen, denn die Anforderungen sind hoch.
Berufsfelder
Absolventen arbeiten in der Energiewirtschaft, bei Netzbetreibern, in der Automobil- und Zulieferindustrie, in der Automatisierung, bei Halbleiterherstellern, in der Telekommunikation, im Anlagenbau und in der Forschung. Die Tätigkeiten reichen von Entwicklung und Test über Projektleitung bis zu Vertrieb und Service.
Der Arbeitsmarkt ist sehr gut, die Nachfrage nach Fachkräften hoch. Mit Praxiserfahrung stehen Wege in Leitung und Beratung offen.
Für wen sich das Studium eignet
Du solltest Mathematik und Physik mögen, abstrakt denken können und gern Probleme systematisch lösen. Neugier auf Technik und Geduld beim Tüfteln helfen im Labor ebenso wie in der Entwicklung.
Teamarbeit und Kommunikation gewinnen an Bedeutung, denn Projekte laufen in interdisziplinären Gruppen.
Energiewende und Elektrotechnik
Die Umstellung auf erneuerbare Energien verändert das Stromsystem grundlegend. Wind- und Solaranlagen speisen schwankend ein, Speicher und Netzregelung gewinnen an Bedeutung, Ladeinfrastruktur wächst. Elektrotechniker planen Netze, entwickeln Wechselrichter und entwerfen Steuerungen, die Erzeugung und Verbrauch ausgleichen.
Das Studium bereitet mit Modulen zu Energiesystemen, Leistungselektronik und Netzregelung darauf vor. Wer sich dafür interessiert, findet bei Netzbetreibern, Herstellern und Ingenieurbüros viele Möglichkeiten.
Elektronik und Embedded Systems
Mikrocontroller steuern Haushaltsgeräte, Fahrzeuge, Medizintechnik und Industrieanlagen. Du lernst, Schaltungen zu entwerfen, Platinen zu entwickeln und Software für eingebettete Systeme zu schreiben. Die Verbindung von Hard- und Software macht Absolventen für viele Branchen attraktiv.
Auch Halbleiter und Mikroelektronik sind zentrale Themen. Deutschland investiert in diese Bereiche, was neue Stellen in Forschung und Fertigung schafft.
Praxis im Studium
Labore, Praktika und Abschlussarbeiten in der Industrie bieten Praxis. Viele Studierende arbeiten als Werkstudenten in Entwicklungsabteilungen. Hochschulgruppen bauen Rennwagen, Roboter oder Satelliten und fördern Teamarbeit.
Mathematik und Physik im ersten Jahr
Viele Studienanfänger unterschätzen die Anforderungen im ersten Jahr. Analysis, Lineare Algebra und komplexe Zahlen sind das Werkzeug, mit dem Du später Schwingkreise, Filter und Regelkreise beschreibst. Physik liefert das Verständnis für elektrische und magnetische Felder. Rechne damit, dass Du pro Woche viele Stunden mit Übungsaufgaben verbringst.
Hilfreich sind Brückenkurse vor Semesterbeginn, Tutorien und feste Lerngruppen. Wer regelmäßig rechnet, statt vor der Klausur zu lernen, besteht deutlich leichter. Die Durchfallquoten im Grundstudium sind bekannt, aber mit Disziplin und Unterstützung gut zu bewältigen.
Berufseinstieg und Gehalt
Elektrotechniker gehören zu den gefragten Ingenieuren. Typische Einstiege sind Entwicklung, Test, Inbetriebnahme, Projektplanung oder technischer Vertrieb. Große Unternehmen bieten Traineeprogramme, der Mittelstand lässt oft früh Verantwortung zu.
Die Gehälter liegen im Ingenieurvergleich im oberen Bereich und steigen mit Erfahrung und Verantwortung. Wer sich weiterbildet, etwa in Projektmanagement oder Betriebswirtschaft, kann in Führungsrollen wechseln.
Internationales und Weiterbildung
Die Branche ist international, Normen und Märkte sind global. Ein Auslandssemester oder Praktikum verbessert Sprache und Perspektive. Berufsbegleitende Master und Zertifikate ermöglichen Spezialisierung auf Gebieten wie Leistungselektronik, Funktechnik oder Funktionale Sicherheit.
Hochschulwahl
Vergleiche Technische Universitäten und Fachhochschulen nach Laborausstattung, Forschungsprofil und Betreuungsverhältnis. Eine Fachhochschule ist praxisorientierter und bietet kleinere Gruppen, eine Universität bereitet stärker auf Forschung vor. Schau auch nach Kooperationen mit Industrie, denn sie erleichtern Praktika, Abschlussarbeiten und den Berufseinstieg.
Karriere im Mittelstand
Viele Elektrotechnik-Unternehmen sind mittelständische Spezialisten mit weltweiten Kunden. Dort übernimmst Du früh Verantwortung für Projekte, arbeitest in kleinen Teams und siehst Produkte von der Idee bis zur Auslieferung. Das ist ein Gegenpol zur Arbeit in großen Konzernen mit spezialisierten Abteilungen.
Nebenjobs
Werkstudentenstellen in der Industrie verbinden Verdienst mit Praxis.
Netzwerke und Austausch
Fachverbände und Hochschulgruppen bieten Exkursionen, Vorträge und Wettbewerbe. Sie helfen, Netzwerke zu bilden und Praxiswissen zu sammeln. Besonders hilfreich sind Treffen mit Absolventen, die über ihre ersten Berufsjahre berichten. Erkundige Dich auch nach Mentoring-Programmen Deiner Hochschule.
Netzwerke im Studium
Absolventenbefragungen zeigen, wie wichtig Kontakte aus Praktika und Projekten für den ersten Job sind. Pflege sie und halte Deinen Lebenslauf aktuell, auch während des Studiums.
Elektrotechnik und Elektronik in den Zahlen
Zum Wintersemester 2025/26 sind 60.522 Studierende im Fach eingeschrieben. Damit liegt es auf Rang 10 von 223 Studienfächern. Der Frauenanteil beträgt 15,6 Prozent.
Der Anteil internationaler Studierender liegt bei 42,1 Prozent, im ersten Fachsemester begannen zuletzt 9.304 Studierende. Der niedrige Frauenanteil ist ein bekanntes Merkmal des Fachs.
Alle Angaben zu Elektrotechnik/Elektronik beruhen auf amtlichen Daten (Wintersemester 2025/26). Welche Zählweise gilt, steht auf der Seite Transparenz. Du hast einen Fehler entdeckt? Dann schreib uns über Feedback.
Weiter im Atlas
Häufige Fragen
Wie schwer ist Elektrotechnik?
Anspruchsvoll, vor allem wegen Mathematik und Physik. Lerngruppen und Tutorien helfen.
Was ist der Unterschied zur Informatik?
Elektrotechnik behandelt Hardware, Energie und Signale, Informatik vorwiegend Software und Algorithmen.
Kann ich Elektrotechnik dual studieren?
Ja, viele Betriebe bieten duale Studienplätze an.
Wie sind die Jobchancen?
Sehr gut, besonders in Energietechnik, Automatisierung und Elektromobilität.