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Pharmazie

Pharmazie Studium in Zahlen

Pharmazie führt über das Staatsexamen zur Approbation als Apothekerin oder Apotheker. Dieser Überblick zeigt, wie das Studium aufgebaut ist und welche Wege danach offenstehen.

Platz 45 von 223−2,8 % in 5 Jahren

Arzneimittel in einer Apotheke
Arzneimittel in einer Apotheke Foto: unbekannt / rawpixel (CC0)

Kurz gesagt

Pharmazie zählt 15.845 Studierende (Wintersemester 2025/26) und belegt Rang 45 unter 223 Fächern. Frauen stellen 71,7 %, ausländische Studierende 20,5 %.

Profil in Zahlen

Studierende
15.845Wintersemester 2025/26
Frauenanteil
71,7 %
Frauen 71,7 %übrige 28,3 %
Internationale Studierende
20,5 %ausländische Staatsangehörigkeit
Studienanfänger
1.9861. Hochschulsemester
Bestandene Prüfungen
2.717Prüfungsjahr 2025

Entwicklung der Studierendenzahl

Studierende im Fach Pharmazie je Wintersemester16 Tsd.16 Tsd.16 Tsd.16 Tsd.17 Tsd.WS 2017/18: 15.894WS 2018/19: 15.986WS 2019/20: 16.123WS 2020/21: 16.307WS 2021/22: 16.208WS 2022/23: 16.064WS 2023/24: 15.793WS 2024/25: 15.765WS 2025/26: 15.84515.89415.84525/2617/1819/2021/2223/2425/26
Studierende im Fach Pharmazie je Wintersemester
  • Veränderung in 5 Jahren−2,8 %WS 2020/21 bis WS 2025/26
  • Veränderung in 8 Jahren−0,3 %WS 2017/18 bis WS 2025/26, längste vergleichbare Reihe
Werte als Tabelle
Studierende je Wintersemester
SemesterStudierendezum Vorjahr
WS 2017/1815.894–
WS 2018/1915.986+0,6 %
WS 2019/2016.123+0,9 %
WS 2020/2116.307+1,1 %
WS 2021/2216.208−0,6 %
WS 2022/2316.064−0,9 %
WS 2023/2415.793−1,7 %
WS 2024/2515.765−0,2 %
WS 2025/2615.845+0,5 %

Einordnung im Studienbereich

Pharmazie ist das einzige Fach des Studienbereichs Pharmazie mit eigener Seite.

Fakten aus den Daten

  • Größenrang: 45 von 223.
  • Im selben Bereich gibt es 0 Geschwisterfächer mit Seite.
  • 15.845 Studierende im Wintersemester 2025/26.
  • Der Anteil der Frauen liegt bei 71,7 %.
  • Absolventen: 2.717.
  • Veränderung in fünf Jahren: −2,8 %.

Worum es in der Pharmazie geht

Pharmazie ist die Wissenschaft von Arzneimitteln. Sie fragt, wie Wirkstoffe entwickelt, hergestellt, geprüft und sicher angewendet werden. Das Studium verbindet Chemie, Biologie, Medizin und Physik mit praktischen Laborübungen. Wer es wählt, sollte Freude am Experimentieren und an naturwissenschaftlichen Zusammenhängen mitbringen.

Anders als in Medizin geht es weniger um die Behandlung des einzelnen Patienten, sondern um den Arzneistoff selbst: seine Struktur, seine Wirkung im Körper, seine Qualität und seine Beratung in der Anwendung.

Studieninhalte

Die ersten Semester sind stark von Grundlagenfächern geprägt: allgemeine und anorganische Chemie, Physik, Biologie und Mathematik. Es folgen organische Chemie, analytische Chemie, Pharmazeutische Biologie, Physiologie und Anatomie. Praktika im Labor nehmen viel Zeit in Anspruch, da Du Substanzen herstellst, analysierst und dokumentierst.

Später rücken Pharmakologie, Toxikologie, Klinische Pharmazie, Pharmazeutische Technologie und Arzneimittelrecht in den Mittelpunkt. Du lernst, wie Tabletten, Salben und Infusionen entstehen und wie Wechselwirkungen entstehen, die in der Beratung wichtig sind.

Staatsexamen, Dauer und praktisches Jahr

Das Studium dauert acht Semester und gliedert sich in zwei Abschnitte mit staatlichen Prüfungen. Nach dem ersten Abschnitt folgt das praktische Jahr, das zur Hälfte in einer öffentlichen Apotheke und zur anderen Hälfte in einem weiteren pharmazeutischen Bereich wie Krankenhaus, Industrie oder Forschung abgeleistet wird.

Den Abschluss bildet der dritte Prüfungsabschnitt. Danach erhältst Du die Approbation als Apothekerin oder Apotheker. Sie ist Voraussetzung, um eine Apotheke zu leiten oder in vielen Bereichen eigenverantwortlich zu arbeiten.

Zulassung

Pharmazie ist bundesweit zulassungsbeschränkt, weil die Studienplätze begrenzt sind. Die Vergabe erfolgt über ein zentrales Verfahren. Neben der Abiturnote spielen Wartezeit und hochschuleigene Auswahlkriterien eine Rolle. Die Nachfrage übersteigt die Plätze oft deutlich, deshalb solltest Du früh planen und mehrere Standorte in Betracht ziehen.

Eine Berufsausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistentin oder Vorerfahrungen im Labor können bei einigen Verfahren zusätzlich zählen. Frage bei den Hochschulen nach den aktuellen Regeln.

Berufsfelder

Die meisten Apothekerinnen und Apotheker arbeiten in öffentlichen Apotheken. Dort beraten sie, kontrollieren Rezepte, stellen Rezepturen her und tragen Verantwortung für die Arzneimittelsicherheit. Mit Erfahrung kann man eine eigene Apotheke übernehmen.

Weitere Felder sind die Krankenhausapotheke, die pharmazeutische Industrie mit Entwicklung, Qualitätssicherung und Zulassung, Behörden und Forschungseinrichtungen. Auch Medizinische Information, Pharmakovigilanz und Klinische Studien sind Einsatzgebiete.

Für wen sich das Studium eignet

Du brauchst Interesse an Chemie und Biologie und die Bereitschaft, viel im Labor zu stehen. Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein sind wichtig, weil Fehler Folgen für die Gesundheit anderer haben können. Wer gern berät und Menschen Zusammenhänge erklärt, findet in der Offizin ein dankbares Feld.

Der Stundenplan ist dicht und die Praktika sind anspruchsvoll. Dafür bietet das Fach klare Strukturen und einen sicheren Arbeitsmarkt.

Studienalltag und Tipps

Viel Zeit geht in Laborpraktika, Protokolle und Testate. Plane deshalb Lerngruppen ein und halte die Protokolle von Beginn an ordentlich. Ein Praktikum in einer Apotheke vor oder während des Studiums gibt Dir einen realistischen Eindruck vom Berufsalltag.

Wer Interesse an Forschung hat, kann nach dem Examen promovieren. Eine Promotion eröffnet Wege in die Wirkstoffentwicklung und in akademische Laufbahnen.

Die Rolle der Apotheke im Gesundheitswesen

Apotheken sind oft die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Fragen. Pharmazeutinnen und Pharmazeuten erkennen Wechselwirkungen, überprüfen Dosierungen und beraten zu Selbstmedikation, Nebenwirkungen und Einnahmehinweisen. Mit dem Ausbau pharmazeutischer Dienstleistungen, etwa Medikationsanalysen oder Impfungen in der Apotheke, wächst der Beratungsanteil.

Gleichzeitig verändert sich das Berufsbild durch Digitalisierung, E-Rezept und Versandhandel. Wer das Fach studiert, sollte sich auf einen Beruf einstellen, der Fachwissen, Kommunikationsstärke und unternehmerisches Denken verlangt.

Spezialisierungen und Weiterbildung

Nach der Approbation kannst Du Dich über Weiterbildungen der Apothekerkammern spezialisieren. Gängige Gebiete sind Allgemeinpharmazie, Klinische Pharmazie, Offizinpharmazie, Arzneimittelinformation, Pharmazeutische Technologie und Prävention. Der Titel Fachapotheker erhöht die Chancen auf Leitungsstellen und Spezialaufgaben.

Wer in die Industrie will, ergänzt das Studium oft durch eine Promotion oder durch Kenntnisse in Regulatory Affairs, Projektmanagement und Klinischer Forschung. Auch ein Wechsel in die Lehre an Hochschulen und Schulen für pharmazeutisch-technische Assistenten ist möglich.

Praxisnahe Tipps für die Studienwahl

Besuche vor der Bewerbung Informationstage der Hochschulen und sprich mit Studierenden höherer Semester. Frage nach Betreuung, Labor-Ausstattung und Prüfungsorganisation. Ein Famulatur-Praktikum in der Apotheke zeigt Dir, wie sich der spätere Alltag anfühlt.

Bedenke außerdem, dass viele Studienorte Wohnraum knapp halten. Informiere Dich früh über Wohnheimplätze und Lebenshaltungskosten am Wunschstandort.

Auslandserfahrung und Forschung

Mit dem Erasmus-Programm kannst Du Teile des Studiums im Ausland verbringen, auch das praktische Jahr lässt sich teilweise außerhalb Deutschlands absolvieren. Die Anerkennung klärst Du früh mit dem Prüfungsamt. Für die Forschung bieten Institute für Pharmazeutische Chemie, Pharmakologie und Technologie Hilfskraftstellen, in denen Du früh an echten Projekten mitarbeitest. Das hilft später bei der Wahl des Schwerpunkts und bei der Suche nach einer Doktorarbeit, die oft schon während des Studiums vorbereitet wird.

Auch Stipendien der Begabtenförderungswerke stehen Pharmaziestudierenden offen, wenn Leistung und Engagement stimmen.

Pharmazie in den Zahlen

Zum Wintersemester 2025/26 sind 15.845 Studierende im Fach eingeschrieben. Damit liegt es auf Rang 45 von 223 Studienfächern. Der Frauenanteil beträgt 71,7 Prozent.

Der Anteil internationaler Studierender liegt bei 20,5 Prozent, im ersten Fachsemester begannen zuletzt 1.986 Studierende. Die Zahlen zeigen, wie kompakt das Fach im Vergleich zu großen Studiengängen ist.

Stand der Zahlen: Wintersemester 2025/26, Quelle Statistisches Bundesamt. Wer mehrere Fächer abwägt, nutzt den Fächer-Vergleich oder liest die Methodik.

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Häufige Fragen

Wie schwer ist das Pharmaziestudium?

Es gilt als arbeitsintensiv, vor allem wegen Chemie und Laborpraktika. Mit guter Planung ist es machbar.

Brauche ich ein sehr gutes Abitur?

Wegen der Zulassungsbeschränkung ist die Note wichtig, aber Wartezeit und Auswahlverfahren eröffnen weitere Wege.

Kann ich auch ohne Apotheke arbeiten?

Ja, etwa in der Industrie, in Behörden, in der Forschung oder im Krankenhaus.

Wie lange dauert das Studium bis zur Approbation?

Acht Semester Studium plus praktisches Jahr und Prüfungen, insgesamt in der Regel gut fünf Jahre.

Gibt es Pharmazie als Bachelor?

Das klassische Studium führt über das Staatsexamen. Verwandte Fächer wie Pharmazeutische Wissenschaften werden teils als Bachelor angeboten.