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StudienbereicheStudienatlas

Sozialwissenschaften/Soziologie

Soziologie: Studierende, Frauenanteil und Verlauf

Soziologie untersucht, wie Gesellschaft funktioniert. Hier erfährst Du, was Du im Studium lernst und welche Berufe danach offenstehen.

Platz 37 von 223−11,0 % in 5 Jahren

Menschen in einer belebten Innenstadt
Menschen in einer belebten Innenstadt Foto: Joseph Yates / StockSnap (CC0)

Kurz gesagt

Soziologie zählt 17.851 Studierende (Wintersemester 2025/26) und belegt Rang 37 unter 223 Fächern. Frauen stellen 68,3 %, ausländische Studierende 11,8 %.

Profil in Zahlen

Studierende
17.851Wintersemester 2025/26
Frauenanteil
68,3 %
Frauen 68,3 %übrige 31,7 %
Internationale Studierende
11,8 %ausländische Staatsangehörigkeit
Studienanfänger
2.3821. Hochschulsemester
Bestandene Prüfungen
2.841Prüfungsjahr 2025

Entwicklung der Studierendenzahl

Studierende im Fach Soziologie je Wintersemester17 Tsd.18 Tsd.19 Tsd.20 Tsd.21 Tsd.WS 2017/18: 19.412WS 2018/19: 19.569WS 2019/20: 19.218WS 2020/21: 20.062WS 2021/22: 19.644WS 2022/23: 19.191WS 2023/24: 18.613WS 2024/25: 18.281WS 2025/26: 17.85119.41217.85125/2617/1819/2021/2223/2425/26
Studierende im Fach Soziologie je Wintersemester
  • Veränderung in 5 Jahren−11,0 %WS 2020/21 bis WS 2025/26
  • Veränderung in 8 Jahren−8,0 %WS 2017/18 bis WS 2025/26, längste vergleichbare Reihe
Werte als Tabelle
Studierende je Wintersemester
SemesterStudierendezum Vorjahr
WS 2017/1819.412–
WS 2018/1919.569+0,8 %
WS 2019/2019.218−1,8 %
WS 2020/2120.062+4,4 %
WS 2021/2219.644−2,1 %
WS 2022/2319.191−2,3 %
WS 2023/2418.613−3,0 %
WS 2024/2518.281−1,8 %
WS 2025/2617.851−2,4 %

Geschwisterfächer im Studienbereich Sozialwissenschaften/Soziologie

3 Fächer mit eigener Seite, sortiert nach Studierenden.

  1. 20.145
  2. Soziologie68,3 % Frauen
    17.851
  3. Sozialkunde51,2 % Frauen
    3.640

Fakten aus den Daten

  • Platz 37 unter 223 Fächern mit eigener Seite.
  • Anfänger: 2.382 Studierende am Beginn ihres Fachs.
  • Größe des Fachs: 17.851 Studierende (Wintersemester 2025/26).
  • Geschlechterverhältnis: 68,3 % Frauen.
  • Neben Soziologie führt der Atlas 2 weitere Fächer des Bereichs Sozialwissenschaften/Soziologie.
  • Gemessen am Bereich Sozialwissenschaften/Soziologie beträgt der Anteil des Fachs 42,9 %.

Worum es in der Soziologie geht

Soziologie ist die Wissenschaft vom Zusammenleben der Menschen. Sie untersucht soziale Strukturen, Normen, Ungleichheit, Familie, Arbeit, Bildung, Migration und Medien. Sie fragt, warum Menschen so handeln, wie sie handeln, und wie Gesellschaft sich verändert.

Das Studium verbindet Theorie und empirische Forschung. Du lernst klassische und moderne Theorien kennen und prüfst sie mit Umfragen, Interviews und statistischen Verfahren.

Studieninhalte

Die Grundlagen bestehen aus Einführung in die Soziologie, Gesellschaftstheorien, Sozialstrukturanalyse, Methoden der empirischen Sozialforschung und Statistik. Später folgen Spezielle Soziologien wie Arbeits-, Familien-, Bildungs- oder Kultursoziologie.

Wahlbereiche und Nebenfächer, etwa Politikwissenschaft, Psychologie, Wirtschaft oder Recht, ergänzen das Studium. Praktika sind empfohlen oder verpflichtend.

Zugang und Zulassung

Soziologie wird überwiegend an Universitäten angeboten. Manche Standorte sind zulassungsfrei, andere beschränkt. Die Abiturnote spielt je nach Hochschule unterschiedlich stark mit.

Informiere Dich über Studiengangsprofile, denn die Schwerpunkte variieren zwischen theoretisch und stark methodisch.

Dauer und Abschlüsse

Der Bachelor dauert sechs Semester, der Master vier. Der Master ermöglicht Spezialisierung, etwa in Sozialstrukturanalyse, Migration, Arbeit oder empirischer Sozialforschung. Eine Promotion führt in die Wissenschaft.

Wer in Markt- und Meinungsforschung will, profitiert von Methodenkompetenz.

Berufsfelder

Soziologen arbeiten in Forschungsinstituten, Markt- und Sozialforschung, Verwaltung, Politikberatung, Personalwesen, Verbänden, Stiftungen, Medien und Beratung. Datenanalyse und Konzeptentwicklung sind zentrale Aufgaben.

Das Fach führt nicht in einen klar umrissenen Beruf. Praktika und Zusatzkompetenzen bestimmen den Weg.

Für wen sich das Studium eignet

Du solltest neugierig auf gesellschaftliche Fragen sein, gern lesen und schreiben und Statistik nicht scheuen. Offenheit, kritisches Denken und Selbstorganisation sind wichtig.

Wer einen klaren Berufsweg bevorzugt, wählt besser einen stärker anwendungsbezogenen Studiengang.

Methoden der Sozialforschung

Quantitative Methoden arbeiten mit Fragebögen, Stichproben und statistischen Tests. Qualitative Methoden nutzen Interviews, Beobachtungen und Textanalysen. Du lernst, Forschungsfragen zu formulieren, Daten zu erheben und Ergebnisse zu interpretieren.

Diese Kompetenz ist auf dem Arbeitsmarkt gefragt, weil Unternehmen, Verwaltungen und Verbände Daten über Menschen und Märkte brauchen.

Aktuelle Themen

Digitalisierung, Klimawandel, Migration, Ungleichheit, Arbeit im Wandel und Polarisierung der Öffentlichkeit prägen die Forschung. Studierende arbeiten an Projekten mit, schreiben Hausarbeiten zu aktuellen Fragen und lernen, wissenschaftlich zu argumentieren.

Berufseinstieg

Praktika in Instituten, Verwaltungen und Beratungen helfen beim Einstieg. Kenntnisse in Statistik-Software wie R, SPSS oder Stata sind ein klarer Vorteil. Wer Kommunikationstalent hat, findet in der Öffentlichkeitsarbeit und in Redaktionen Zugang.

Gesellschaftstheorien kennenlernen

Zu Beginn begegnest Du den Klassikern der Soziologie: Max Weber, Émile Durkheim, Karl Marx und Georg Simmel. Sie haben Begriffe geprägt, die heute noch im Alltag und in der Forschung auftauchen, etwa Rationalisierung, soziale Tatsachen, Klasse oder Wechselwirkung. In Seminaren liest Du Originaltexte, fasst sie zusammen und diskutierst, was sie für die Gegenwart bedeuten.

Auf die Klassiker folgen moderne Ansätze, etwa Systemtheorie, Praxistheorie, Ungleichheitsforschung und Netzwerkanalyse. Das Studium verlangt, abstrakte Texte zu verstehen und auf konkrete Beobachtungen zu beziehen. Diese Übung schult das Denken, das auch in vielen Berufen gefragt ist.

Ein Forschungsprojekt im Studium

In vielen Studiengängen führst Du ein eigenes kleines Forschungsprojekt durch. Du wählst eine Frage, etwa zur Wohnungssuche von Studierenden, entwickelst einen Fragebogen oder Interviewleitfaden, erhebst Daten, wertest sie aus und schreibst einen Bericht. Das Vorgehen entspricht dem professionellen Forschungsablauf.

Dabei lernst Du, Fehlerquellen zu erkennen, Ergebnisse vorsichtig zu formulieren und Grenzen offen zu benennen. Solche Erfahrung ist für Stellen in der Markt- und Sozialforschung wertvoll.

Nebenfächer und Kombinationen

Soziologie lässt sich gut mit anderen Fächern kombinieren. Politikwissenschaft, Psychologie, Wirtschaft, Recht, Publizistik und Informatik liefern ergänzende Perspektiven. Wer Daten und Programmieren mag, kann Richtung Computational Social Science gehen und Methoden der Datenwissenschaft auf gesellschaftliche Fragen anwenden.

Wähle Nebenfächer mit Blick auf Dein Berufsziel. Für die Verwaltung helfen Recht und Politik, für die Marktforschung Statistik und Wirtschaft.

Berufswege konkret

In der Marktforschung planst Du Studien, wertest Befragungen aus und berätst Auftraggeber. In Verwaltungen und Ministerien arbeitest Du an Berichten zur Sozialstruktur, Stadtentwicklung oder Bildungsplanung. In Verbänden und Stiftungen entwickelst Du Projekte und wertest Wirkungen aus.

Auch die Personalarbeit, die Organisationsentwicklung und die Unternehmenskommunikation nutzen soziologisches Wissen. In der Wissenschaft bleibt der Weg über Promotion und Postdoc-Phasen eng, aber lohnend für Menschen, die Forschung als Beruf wollen.

Stipendien und Förderung

Begabtenförderungswerke unterstützen auch Sozialwissenschaftler, wenn Leistung und Engagement stimmen. Hilfskraftstellen an Lehrstühlen bringen Einkommen und Einblick in die Forschung. Wer sich gesellschaftlich engagiert, kann das Studium mit Projekten verbinden und so Praxis sammeln.

Warum Soziologie wichtig ist

In Zeiten schneller gesellschaftlicher Veränderungen helfen Soziologen, Entwicklungen zu verstehen und einzuordnen. Sie liefern Daten und Analysen für Politik, Unternehmen und Öffentlichkeit und beraten bei Fragen wie Wohnen, Arbeit, Bildung und Zusammenleben. Dieses Wissen ist für Entscheidungsträger wertvoll.

Netzwerke und Austausch

Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Soziologie veranstalten Kongresse, auf denen Studierende Forschung kennenlernen. Ein Besuch zeigt, welche Themen aktuell diskutiert werden und welche Forschungsgruppen zu Deinen Interessen passen. Viele Tagungen bieten ermäßigte Preise für Studierende und Gelegenheiten zum Austausch mit Forschenden.

Schreiben und Präsentieren

Hausarbeiten und Referate sind der Alltag. Übe, Thesen klar zu formulieren, Quellen zu belegen und Ergebnisse verständlich zu präsentieren. Diese Fähigkeiten zählen in fast jedem Beruf.

Soziologie in den Zahlen

Zum Wintersemester 2025/26 sind 17.851 Studierende im Fach eingeschrieben. Damit liegt es auf Rang 37 von 223 Studienfächern. Der Frauenanteil beträgt 68,3 Prozent.

Der Anteil internationaler Studierender liegt bei 11,8 Prozent, im ersten Fachsemester begannen zuletzt 2.382 Studierende. Das Fach gehört zu den mittelgroßen Sozialwissenschaften.

Die Zahlen auf dieser Seite stammen vom Statistischen Bundesamt und gelten für das Wintersemester 2025/26. Wie wir rechnen, steht auf der Seite Transparenz. Einen Fehler melden kannst du über Feedback.

Weiter im Atlas

Häufige Fragen

Wie viel Statistik gibt es?

Einiges. Methoden und Statistik sind Pflichtmodule.

Welche Jobs gibt es?

Forschung, Marktforschung, Verwaltung, Beratung, Medien und Verbände.

Ist Soziologie brotlos?

Nein, aber der Berufsweg ist offen und verlangt Eigeninitiative.

Was ist der Unterschied zur Sozialen Arbeit?

Soziologie erforscht Gesellschaft, Soziale Arbeit hilft Menschen praktisch.

Brauche ich Vorkenntnisse in Statistik?

Nein, aber Bereitschaft zum Lernen. Hochschulen bieten Tutorien an.