Wirtschaftsingenieurwesen mit ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt
Studium Wirtschaftsingenieurwesen mit ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt: Wie viele studieren das Fach?
Wirtschaftsingenieure verbinden Technik und Betriebswirtschaft. Hier liest Du, wie das Studium aufgebaut ist und wo Absolventen arbeiten.
Platz 12 von 223−14,5 % in 5 Jahren

Kurz gesagt
59.954 Menschen waren im Wintersemester 2025/26 in Wirtschaftsingenieurwesen mit ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt eingeschrieben, 100,0 % des Studienbereichs Wirtschaftsingenieurwesen mit ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt. Gegenüber dem Stand vor fünf Jahren ergibt das −14,5 %.
Profil in Zahlen
- Studierende
- 59.954Wintersemester 2025/26
- Frauenanteil
- 22,9 %Frauen 22,9 %übrige 77,1 %
- Internationale Studierende
- 23,2 %ausländische Staatsangehörigkeit
- Studienanfänger
- 8.6931. Hochschulsemester
- Bestandene Prüfungen
- 10.664Prüfungsjahr 2025
Entwicklung der Studierendenzahl
- Veränderung in 5 Jahren−14,5 %WS 2020/21 bis WS 2025/26
- Veränderung in 8 Jahren−13,3 %WS 2017/18 bis WS 2025/26, längste vergleichbare Reihe
Werte als Tabelle
| Semester | Studierende | zum Vorjahr |
|---|---|---|
| WS 2017/18 | 69.161 | – |
| WS 2018/19 | 70.691 | +2,2 % |
| WS 2019/20 | 69.683 | −1,4 % |
| WS 2020/21 | 70.120 | +0,6 % |
| WS 2021/22 | 67.388 | −3,9 % |
| WS 2022/23 | 63.285 | −6,1 % |
| WS 2023/24 | 60.695 | −4,1 % |
| WS 2024/25 | 60.161 | −0,9 % |
| WS 2025/26 | 59.954 | −0,3 % |
Einordnung im Studienbereich
Wirtschaftsingenieurwesen mit ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt ist das einzige Fach des Studienbereichs Wirtschaftsingenieurwesen mit ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt mit eigener Seite.
Fakten aus den Daten
- Neu eingestiegen sind 8.693 Studierende.
- Zahl der Studierenden: 59.954.
- Fünf-Jahres-Trend der Studierendenzahl: −14,5 %.
- Größenrang: 12 von 223.
- In Wirtschaftsingenieurwesen mit ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt sind 22,9 % der Eingeschriebenen weiblich.
- Neben Wirtschaftsingenieurwesen mit ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt führt der Atlas 0 weitere Fächer des Bereichs Wirtschaftsingenieurwesen mit ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt.
Was Wirtschaftsingenieurwesen ist
Wirtschaftsingenieure arbeiten an der Schnittstelle zwischen Technik und Wirtschaft. Sie verstehen technische Prozesse und können sie betriebswirtschaftlich bewerten, planen und steuern. Typische Fragen lauten: Wie wird ein Produkt wirtschaftlich entwickelt, hergestellt und vertrieben?
Das Studium kombiniert Ingenieurwissenschaften mit Betriebs- und Volkswirtschaft. Je nach Hochschule liegt der Schwerpunkt stärker auf Technik oder auf Wirtschaft. Dieser Text bezieht sich auf Studiengänge mit ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt, die in der Statistik als eigenes Fach geführt werden.
Studieninhalte
In den ersten Semestern stehen Mathematik, Physik, Technische Mechanik, Elektrotechnik, Informatik und Werkstoffe neben Betriebswirtschaft, Rechnungswesen und Volkswirtschaft. Später kommen Produktion, Logistik, Controlling, Projektmanagement und Qualitätsmanagement hinzu.
Vertiefungen wählst Du je nach Hochschule, etwa Maschinenbau, Elektrotechnik, Energie, Bauwesen oder Informatik. Praxisphasen und Projektarbeiten gehören zum Standard.
Zugang und Hochschultypen
Wirtschaftsingenieurwesen wird an Technischen Universitäten, Fachhochschulen und dualen Hochschulen angeboten. Viele Standorte haben keine Zulassungsbeschränkung, manche verlangen Vorpraktika oder Auswahlverfahren.
Duale Studiengänge sind beliebt, weil sie Praxis, Vergütung und Übernahmechancen verbinden.
Dauer und Abschlüsse
Der Bachelor dauert sechs bis sieben Semester, der Master drei bis vier. Der Master vertieft Management, Technik oder Beratung. Promotionen sind möglich, aber seltener.
Der Abschluss ist Bachelor oder Master of Science beziehungsweise of Engineering.
Berufsfelder
Absolventen arbeiten in Industrie, Beratung, Logistik, Automobilbau, Energiewirtschaft, Bauwesen und IT. Typische Aufgaben sind Projektleitung, Produktmanagement, Einkauf, Supply Chain, Controlling, Prozessoptimierung und technischer Vertrieb.
Der Arbeitsmarkt ist gut, besonders für Absolventen, die Technik und Wirtschaft glaubwürdig verbinden.
Für wen sich das Studium eignet
Du solltest technisches Interesse und Freude an Wirtschaft haben. Mathematik gehört dazu, ebenso Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke, weil Du zwischen Fachabteilungen vermittelst.
Wer sich weder für Technik noch Wirtschaft entscheiden will, findet hier einen Mittelweg. Wichtig ist, dass Du beide Seiten ernst nimmst.
Welche Schwerpunkte es gibt
Die technische Ausrichtung bestimmt Dein Profil. Wer Maschinenbau wählt, arbeitet später oft in Produktion, Anlagenbau oder Fahrzeugtechnik. Mit Elektrotechnik führt der Weg in Energie, Automatisierung und Elektronik. Informatik öffnet Türen in Softwareprojekte und Digitalisierung, Bauwesen in Projektsteuerung und Immobilien.
Prüfe an Deiner Hochschule, welche Richtungen offen stehen. Das Modulhandbuch zeigt, wie viel Technik und wie viel Wirtschaft Du tatsächlich studierst.
Berufseinstieg
Der Einstieg gelingt häufig über Trainee-Programme, Werkstudentenstellen oder Abschlussarbeiten im Unternehmen. Arbeitgeber suchen Leute, die Technik verstehen und wirtschaftlich denken. Praktikum und Auslandserfahrung sind wichtige Pluspunkte.
Karrierewege führen in Projektleitung, Bereichsleitung oder Beratung. Weiterbildungen in Projektmanagement oder Lean erhöhen die Chancen.
Vorteile und Grenzen
Der große Vorteil ist die Vielseitigkeit. Du sprichst Technik und Betriebswirtschaft und kannst vermitteln. Die Grenze liegt in der Tiefe: Reine Ingenieure kennen ihr Fachgebiet detaillierter, reine Betriebswirte die Wirtschaft. Mit Spezialisierung und Praxis gleichst Du das aus.
Studienalltag
Der Stundenplan ist voll, weil Du Technik und Wirtschaft zugleich lernst. Morgens sitzt Du in einer Mechanikvorlesung, nachmittags rechnest Du eine Investitionsentscheidung durch. Laborpraktika, Konstruktionsübungen und Fallstudien wechseln sich ab. Der Aufwand ist hoch, die Vielfalt aber macht das Studium abwechslungsreich.
Lerngruppen sind besonders hilfreich, weil sich Stärken ergänzen: Wer Technik liebt, erklärt Mechanik, wer Zahlen mag, hilft beim Rechnungswesen.
Typische Karrierewege
Viele Absolventen beginnen als Projektingenieur, Produktmanager oder Einkäufer. Nach einigen Jahren wechseln sie in Projektleitung, Bereichsleitung oder Beratung. In der Beratung steht Wirtschaftsingenieuren der Weg in die Industrieberatung offen, wo technische und wirtschaftliche Analyse gefragt sind.
Wer unternehmerisch denkt, gründet oft ein technisches Start-up, da er Entwicklung und Finanzplanung versteht.
Hochschulwahl
Achte auf das Verhältnis von Technik und Wirtschaft im Studienplan, auf Praxisanteile und auf die Auswahl an technischen Vertiefungen. Eine Fachhochschule ist praxisnah, eine Technische Universität forschungsstärker. Duale Studiengänge bringen Vergütung und Praxis, beschränken aber die freie Wahl des Standorts.
Fachkräftebedarf
Unternehmen aus Maschinenbau, Automobil, Energie und Logistik suchen Wirtschaftsingenieure, weil sie Schnittstellen besetzen. Der Bedarf bleibt über Konjunkturzyklen hoch, auch wenn einzelne Branchen schwanken. Wer flexibel ist und Sprachen spricht, hat zusätzliche Optionen im Ausland.
Praxis und Auslandserfahrung
Praktika in Produktion, Logistik oder Projektabteilungen machen Theorie greifbar. Viele Hochschulen bieten Doppelabschluss-Programme mit Partneruniversitäten im Ausland an. Ein Auslandssemester stärkt Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenz, was Arbeitgeber in internationalen Konzernen besonders schätzen.
Leistungsanforderungen und Lernen
Die Prüfungslast ist hoch, weil zwei Fächergruppen zusammenkommen. Setze auf Lernpläne, die Technik und Wirtschaft gleichmäßig berücksichtigen. Nutze Altklausuren, Tutorien und Lerngruppen. Wenn Mathematik oder Mechanik Schwierigkeiten bereiten, suche früh Unterstützung, damit Du nicht ins Hintertreffen gerätst.
Plane außerdem Zeit für Projekte und Praktika. Sie sind nicht nur Pflicht, sondern sichern oft die Anschlussstelle.
Gründung und Selbständigkeit
Wirtschaftsingenieure haben gute Voraussetzungen für technische Gründungen. Sie verstehen Produkt und Markt, kalkulieren Kosten und planen Finanzierung. Hochschulen unterstützen mit Gründerzentren, Mentoring und Wettbewerben. Wer eine Idee hat, kann im Studium Prototypen bauen und Förderprogramme nutzen.
Netzwerke und Austausch
Prüfe außerdem, ob die Hochschule eine Anerkennung von Vorleistungen anbietet, falls Du aus einer Ausbildung oder einem anderen Studium wechselst. Das kann Zeit sparen.
Ergänzende Weiterbildung
Zertifikate in Projektmanagement oder Lean sowie Sprachkurse erweitern das Profil. Viele Arbeitgeber fördern solche Weiterbildungen.
Wirtschaftsingenieurwesen in den Zahlen
Zum Wintersemester 2025/26 sind 59.954 Studierende im Fach eingeschrieben. Damit liegt es auf Rang 12 von 223 Studienfächern. Der Frauenanteil beträgt 22,9 Prozent.
Der Anteil internationaler Studierender liegt bei 23,2 Prozent, im ersten Fachsemester begannen zuletzt 8.693 Studierende. Daneben führt die Statistik eine Variante mit wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt.
Die Zahlen auf dieser Seite stammen vom Statistischen Bundesamt und gelten für das Wintersemester 2025/26. Wie wir rechnen, steht auf der Seite Transparenz. Einen Fehler melden kannst du über Feedback.
Weiter im Atlas
Häufige Fragen
Wie schwer ist Wirtschaftsingenieurwesen?
Anspruchsvoll, weil Du Technik und Wirtschaft lernst. Mit Struktur ist es machbar.
Ist das Studium besser als Maschinenbau?
Nicht besser, sondern anders: breiter, aber technisch weniger tief.
Was verdient man?
Die Gehälter liegen im Ingenieurbereich, besonders in Industrie und Beratung.
Kann ich dual studieren?
Ja, an vielen Hochschulen mit Partnerunternehmen.
Wie unterscheidet sich die Variante mit wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt?
Sie legt mehr Gewicht auf Betriebswirtschaft und weniger auf Technik. Die Statistik führt sie als eigenes Fach.
Welche technische Vertiefung ist sinnvoll?
Das hängt von Deinem Berufsziel ab. Maschinenbau und Elektrotechnik sind am häufigsten, Informatik wächst.