Begriff im Glossar
Fachhochschule
Die Fachhochschule ist eine Hochschulart mit stark anwendungsbezogener Lehre und Praxisbezug, die heute häufig als Hochschule für angewandte Wissenschaften bezeichnet wird.
Fachhochschulen legen den Schwerpunkt auf Lehre mit Praxisbezug. Studierende absolvieren oft Praktika, Praxissemester und Projektarbeiten, die Theorie und Anwendung verbinden. Typische Fächer sind Ingenieurwissenschaften, Wirtschaft, Soziale Arbeit, Gesundheit und Design. Die Zugangsberechtigung ist die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife.
Die Bezeichnung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Viele Fachhochschulen nennen sich heute Hochschulen für angewandte Wissenschaften, kurz HAW, und haben ihr Profil erweitert. Die Forschung spielt an ihnen eine wachsende Rolle, während das Promotionsrecht meist nur eingeschränkt besteht und Promotionen oft in Kooperation mit Universitäten erfolgen.
Im Vergleich zur Universität ist die Fachhochschule stärker auf den Beruf ausgerichtet, aber das bedeutet nicht, dass die Abschlüsse weniger wert sind. Auch die Lehrenden bringen oft mehrjährige Berufserfahrung mit. Wer sich zwischen den Hochschularten entscheidet, sollte Lehrform, Praxisanteile und Forschungsnähe prüfen. Mehr zur Zulassung erklärt der Eintrag zur Fachhochschulreife.
- Praxissemester und Praktika als feste Bestandteile.
- Lehrende mit beruflicher Erfahrung.
- Promotion meist nur in Kooperation mit Universitäten.
- Typische Fächer sind Ingenieurwesen, Wirtschaft, Soziale Arbeit und Gesundheit.
- Viele Fachhochschulen arbeiten mit Partnerunternehmen zusammen, was die Verbindung von Studium und Beruf stärkt.
- Die Studienangebote sind häufig nah an den Praxisfeldern der Region ausgerichtet.
Häufige Fragen
Kann ich an einer Fachhochschule promovieren?
Eigenes Promotionsrecht haben die meisten Fachhochschulen nicht. Promotionen sind dort oft nur in Kooperation mit einer Universität möglich.
Verwandte Begriffe
- UniversitätDie Universität ist eine Hochschulart mit einem breiten Fächerspektrum, die Lehre und Forschung verbindet und in der Regel das Promotionsrecht besitzt.
- FachhochschulreifeDie Fachhochschulreife berechtigt vor allem zum Studium an Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften, oft nach einer praxisnahen Schulausbildung.
- Duale HochschuleDie Duale Hochschule verbindet ein Studium mit betrieblicher Praxis, bei der Studierende in festen Phasen im Unternehmen arbeiten und in anderen an der Hochschule lernen.