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StudienbereicheStudienatlas

Maschinenbau/Verfahrenstechnik

Studium Gesundheitstechnik: Wie viele studieren das Fach?

Medizintechnik verbindet Ingenieurwissenschaft mit Medizin. Hier erfährst Du, was im Studium auf Dich zukommt und wo Absolventen arbeiten.

Platz 52 von 223−7,3 % in 5 Jahren

Medizinische Geräte in einer Klinik
Medizinische Geräte in einer Klinik Foto: unbekannt / rawpixel (CC0)

Kurz gesagt

Gesundheitstechnik zählt 12.687 Studierende (Wintersemester 2025/26) und belegt Rang 52 unter 223 Fächern. Frauen stellen 52,3 %, ausländische Studierende 32,4 %.

Profil in Zahlen

Studierende
12.687Wintersemester 2025/26
Frauenanteil
52,3 %
Frauen 52,3 %übrige 47,7 %
Internationale Studierende
32,4 %ausländische Staatsangehörigkeit
Studienanfänger
1.8071. Hochschulsemester
Bestandene Prüfungen
2.410Prüfungsjahr 2025

Entwicklung der Studierendenzahl

Studierende im Fach Gesundheitstechnik je Wintersemester11 Tsd.12 Tsd.13 Tsd.14 Tsd.15 Tsd.WS 2017/18: 11.869WS 2018/19: 13.018WS 2019/20: 13.407WS 2020/21: 13.688WS 2021/22: 13.781WS 2022/23: 13.990WS 2023/24: 13.392WS 2024/25: 13.142WS 2025/26: 12.68711.86912.68725/2617/1819/2021/2223/2425/26
Studierende im Fach Gesundheitstechnik je Wintersemester
  • Veränderung in 5 Jahren−7,3 %WS 2020/21 bis WS 2025/26
  • Veränderung in 8 Jahren+6,9 %WS 2017/18 bis WS 2025/26, längste vergleichbare Reihe
Werte als Tabelle
Studierende je Wintersemester
SemesterStudierendezum Vorjahr
WS 2017/1811.869–
WS 2018/1913.018+9,7 %
WS 2019/2013.407+3,0 %
WS 2020/2113.688+2,1 %
WS 2021/2213.781+0,7 %
WS 2022/2313.990+1,5 %
WS 2023/2413.392−4,3 %
WS 2024/2513.142−1,9 %
WS 2025/2612.687−3,5 %

Geschwisterfächer im Studienbereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik

17 Fächer mit eigener Seite, sortiert nach Studierenden.

  1. Maschinenbau/-wesen14,2 % Frauen
    77.862
  2. Gesundheitstechnik52,3 % Frauen
    12.687
  3. 8.118
  4. Verfahrenstechnik40,8 % Frauen
    7.818
  5. 5.766
  6. 4.972
  7. 4.553
  8. Versorgungstechnik16,2 % Frauen
    3.041
  9. 2.654
  10. 2.402
  11. 1.378
  12. Augenoptik70,2 % Frauen
    758
  13. Holz-/Fasertechnik20,1 % Frauen
    702
  14. Kunststofftechnik22,1 % Frauen
    585
  15. Feinwerktechnik8,0 % Frauen
    550
  16. Metalltechnik15,5 % Frauen
    380
  17. 344

Fakten aus den Daten

  • Gegenüber dem Stand vor fünf Jahren: −7,3 %.
  • Studienanfänger laut Statistik: 1.807.
  • Gesundheitstechnik trägt 9,4 % zum Studienbereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik bei.
  • Anteil ausländischer Studierender: 32,4 %.
  • Frauen stellen 52,3 % der Studierenden in Gesundheitstechnik.
  • Nach Studierenden gemessen liegt das Fach auf Platz 52.

Was Medizintechnik ist

Medizintechnik entwickelt Geräte, Verfahren und Systeme für Diagnose, Therapie und Rehabilitation. Dazu zählen bildgebende Verfahren wie Röntgen, Computertomografie und Ultraschall, Implantate, Prothesen, Herzschrittmacher, Operationsroboter und Laborautomaten.

In der Hochschulstatistik wird Medizintechnik im Fach Gesundheitstechnik geführt, im Bereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Hochschulen bieten dazu Studiengänge wie Medizintechnik, Biomedizinische Technik oder Gesundheitstechnologie an.

Das Studium kombiniert Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik und Biologie mit medizinischem Grundwissen.

Studieninhalte

Zu den Grundlagen gehören Mathematik, Physik, Elektrotechnik, Mechanik, Informatik, Anatomie und Physiologie. Später folgen Medizinische Messtechnik, Bildgebung, Biomaterialien, Biomechanik, Signalverarbeitung und Regelungstechnik.

Hinzu kommen Regulierung und Zulassung von Medizinprodukten, Qualitätsmanagement und Risikomanagement. Praktika in Kliniken und Unternehmen geben Einblick.

Zugang und Hochschultypen

Medizintechnik wird an Technischen Universitäten, Fachhochschulen und einigen Medizinischen Fakultäten angeboten. Manche Studiengänge sind zulassungsfrei, andere beschränkt. Vorkurse in Mathematik und Physik helfen beim Einstieg.

Fachhochschulen setzen stärker auf Praxis, Universitäten auf Forschung.

Dauer und Abschlüsse

Der Bachelor dauert sechs bis sieben Semester, der Master drei bis vier. Im Master vertiefst Du Bildgebung, Biomedizinische Technik, Neurotechnik oder Medical Data Science. Promotionen sind üblich in der Forschung.

Duale Modelle bei Herstellern verbinden Studium und Arbeit.

Berufsfelder

Absolventen arbeiten bei Medizingeräteherstellern, in Kliniken in der Medizintechnik, bei Prüfstellen und Behörden, in der Forschung und in Beratungen. Tätigkeiten reichen von Entwicklung und Test über Zulassung bis zu Vertrieb und Service.

Die Branche ist stabil und wächst mit dem demografischen Wandel.

Für wen sich das Studium eignet

Du solltest Technik und Medizin mögen und Verantwortung ernst nehmen, da Fehler Folgen für Patienten haben können. Mathematik, Physik und Programmierung sind Grundlagen. Teamarbeit mit Ärzten und Pflegekräften verlangt Kommunikation.

Wer lieber nur Technik will, ist in Elektrotechnik oder Maschinenbau gut aufgehoben.

Beispiele aus der Praxis

Ein Team entwickelt ein tragbares Gerät zur Blutzuckermessung. Elektrotechniker bauen die Sensorik, Informatiker programmieren die Auswertung, Mediziner prüfen die klinische Aussagekraft, Qualitätsmanager sichern die Zulassung. Medizintechniker koordinieren diese Perspektiven.

Im Studium übst Du solche Projekte in kleinen Teams. Du lernst, Anforderungen zu klären, Prototypen zu bauen und Tests zu dokumentieren.

Regulierung und Sicherheit

Medizinprodukte unterliegen strengen Regeln. Hersteller müssen nachweisen, dass Produkte sicher und wirksam sind. Das Studium vermittelt Grundlagen der europäischen Medizinprodukteverordnung, des Risikomanagements und der Dokumentation. Diese Kompetenz ist stark gefragt.

Zukunftsthemen

Künstliche Intelligenz in der Bildanalyse, personalisierte Implantate aus dem 3D-Druck, tragbare Sensoren, Telemedizin und Robotik prägen die Entwicklung. Wer sich früh mit Programmierung und Datenanalyse beschäftigt, ist im Vorteil.

Bildgebung und Diagnostik

Bildgebende Verfahren gehören zu den Kerngebieten der Medizintechnik. Röntgen, Computertomografie, Magnetresonanztomografie und Ultraschall machen das Innere des Körpers sichtbar. Ingenieure entwickeln Sensoren, Detektoren und Software, die Bilder erzeugen und auswerten.

Künstliche Intelligenz unterstützt die Analyse, etwa bei der Erkennung von Auffälligkeiten. Wer in dem Feld arbeiten will, braucht Kenntnisse in Signalverarbeitung, Physik und Programmierung.

Implantate und Biomaterialien

Implantate wie Hüftgelenke, Stents oder Zahnimplantate müssen im Körper stabil, verträglich und langlebig sein. Das Studium vermittelt Werkstoffkunde, Biomechanik und Biokompatibilität. Du lernst, wie Materialien getestet und welche Normen eingehalten werden müssen.

Additive Fertigung ermöglicht individuelle Implantate und Prothesen und verändert Produktionsprozesse in der Branche.

Klinische Praxis

Medizintechniker arbeiten in Kliniken als Ansprechpartner für Geräte. Sie sorgen für Betrieb, Wartung, Sicherheit und Schulung. In der Entwicklung begleiten sie klinische Studien, bei denen neue Geräte getestet werden.

Der Kontakt mit Ärzten und Pflegekräften verlangt Kommunikation. Wer Anforderungen versteht, kann Produkte besser entwickeln.

Berufseinstieg und Entwicklung

Hersteller bieten Traineeprogramme, Kliniken Stellen im Medizintechnik-Management, Behörden und Prüfstellen Jobs in Zulassung und Überwachung. Die Gehälter liegen im Ingenieurbereich. Weiterbildungen im Qualitäts- und Risikomanagement oder in Regulatory Affairs sind besonders gefragt.

Studienalltag und Projekte

Der Alltag ist technisch dicht. Du besuchst Vorlesungen, Übungen und Labore und arbeitest in Projekten, in denen Geräte konzipiert und getestet werden. Gruppenarbeit ist üblich, weil an einem Medizinprodukt Elektronik, Mechanik, Software und medizinisches Wissen zusammenkommen.

Viele Hochschulen kooperieren mit Kliniken, so dass Du Anwender beobachten kannst. Diese Einblicke helfen, Technik nutzerfreundlich zu gestalten.

Zugang zum Berufsfeld

Der Einstieg gelingt oft über Praktika und Abschlussarbeiten bei Herstellern. Messen und Kongresse bieten Kontakte. Englisch ist wichtig, da viele Unternehmen international arbeiten.

Für die Zulassung von Medizinprodukten gibt es spezielle Weiterbildungen, die Dich zur gefragten Fachkraft machen.

Verwandte Studiengänge

Neben Medizintechnik gibt es Biomedizinische Technik, Medizinische Informatik, Biomedical Engineering und Gesundheitstechnologie. Sie unterscheiden sich im Anteil von Technik, Informatik und Biologie. Vergleiche die Curricula und wähle nach Interessen und Berufszielen.

Bewerbung und Auswahl

Frage bei Hochschulen nach Vorpraktika, Auswahlverfahren und Kooperationspartnern. Ein Praktikum in einem Klinikum oder Unternehmen verbessert Deine Chancen. Zeige im Motivationsschreiben Interesse an Technik und Medizin und nenne Projekte, in denen Du bereits gebastelt oder programmiert hast.

Netzwerke und Austausch

Fachverbände der Medizintechnik veranstalten Tagungen und Karrieretage, auf denen Studierende Unternehmen kennenlernen und Projekte vorstellen können. Auch Hochschulgruppen und Wettbewerbe zur Entwicklung medizinischer Geräte sind eine gute Gelegenheit, Teamarbeit zu üben und Kontakte aufzubauen.

Normen und Standards

Im Berufsalltag begegnen dir Normen zu Sicherheit, Software und Qualität. Wer sie kennt und anwenden kann, spart Unternehmen Zeit und Kosten und wird zur gefragten Fachkraft.

Gesundheitstechnik in den Zahlen

Zum Wintersemester 2025/26 sind 12.687 Studierende im Fach eingeschrieben. Damit liegt es auf Rang 52 von 223 Studienfächern. Der Frauenanteil beträgt 52,3 Prozent.

Der Anteil internationaler Studierender liegt bei 32,4 Prozent, im ersten Fachsemester begannen zuletzt 1.807 Studierende. Die Zahlen beziehen sich auf das Destatis-Fach Gesundheitstechnik, unter dem Medizintechnik geführt wird.

Alle Angaben zu Gesundheitstechnik beruhen auf amtlichen Daten (Wintersemester 2025/26). Welche Zählweise gilt, steht auf der Seite Transparenz. Du hast einen Fehler entdeckt? Dann schreib uns über Feedback.

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Häufige Fragen

Ist Medizintechnik dasselbe wie Medizin?

Nein. Du studierst Ingenieurwissenschaft mit medizinischem Grundwissen, nicht Humanmedizin.

Wie viel Medizin lerne ich?

Grundlagen wie Anatomie und Physiologie, vor allem im Kontext von Geräten.

Wo arbeite ich später?

Bei Herstellern, in Kliniken, Behörden und Forschungseinrichtungen.

Wie sind die Gehälter?

Im Ingenieurvergleich gut, abhängig von Branche und Region.

Muss ich medizinische Vorkenntnisse haben?

Nein. Grundlagen werden im Studium vermittelt, Interesse an Medizin ist aber nötig.