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Informatik

Studium Informatik: Größe, Frauenanteil, Trend

Informatik prägt fast jede Branche. Hier erfährst Du, was Du im Studium lernst, welche Voraussetzungen hilfreich sind und welche Berufswege offenstehen.

Platz 2 von 223+17,9 % in 5 Jahren

Programmcode auf einem Laptop
Programmcode auf einem Laptop Foto: Negative Space / StockSnap (CC0)

Kurz gesagt

157.736 Menschen waren im Wintersemester 2025/26 in Informatik eingeschrieben, 57,6 % des Studienbereichs Informatik. Gegenüber dem Stand vor fünf Jahren ergibt das +17,9 %.

Profil in Zahlen

Studierende
157.736Wintersemester 2025/26
Frauenanteil
20,8 %
Frauen 20,8 %übrige 79,2 %
Internationale Studierende
32,6 %ausländische Staatsangehörigkeit
Studienanfänger
21.4281. Hochschulsemester
Bestandene Prüfungen
21.858Prüfungsjahr 2025

Entwicklung der Studierendenzahl

Studierende im Fach Informatik je Wintersemester100 Tsd.120 Tsd.140 Tsd.160 Tsd.180 Tsd.WS 2017/18: 115.005WS 2018/19: 121.200WS 2019/20: 127.537WS 2020/21: 133.765WS 2021/22: 138.392WS 2022/23: 143.582WS 2023/24: 146.170WS 2024/25: 152.472WS 2025/26: 157.736115.005157.73625/2617/1819/2021/2223/2425/26
Studierende im Fach Informatik je Wintersemester
  • Veränderung in 5 Jahren+17,9 %WS 2020/21 bis WS 2025/26
  • Veränderung in 8 Jahren+37,2 %WS 2017/18 bis WS 2025/26, längste vergleichbare Reihe
Werte als Tabelle
Studierende je Wintersemester
SemesterStudierendezum Vorjahr
WS 2017/18115.005–
WS 2018/19121.200+5,4 %
WS 2019/20127.537+5,2 %
WS 2020/21133.765+4,9 %
WS 2021/22138.392+3,5 %
WS 2022/23143.582+3,8 %
WS 2023/24146.170+1,8 %
WS 2024/25152.472+4,3 %
WS 2025/26157.736+3,5 %

Geschwisterfächer im Studienbereich Informatik

7 Fächer mit eigener Seite, sortiert nach Studierenden.

  1. Informatik20,8 % Frauen
    157.736
  2. 70.089
  3. 16.084
  4. Medieninformatik39,2 % Frauen
    15.757
  5. 7.661
  6. 3.538
  7. Bioinformatik48,7 % Frauen
    3.076

Fakten aus den Daten

  • Bundesweit studieren 157.736 Menschen Informatik (Stand Wintersemester 2025/26).
  • Im Bereich Informatik gehören 57,6 % der Studierenden zu Informatik.
  • Im selben Bereich gibt es 6 Geschwisterfächer mit Seite.
  • Aus dem Ausland oder mit ausländischem Pass: 32,6 % der Studierenden.
  • Fünf-Jahres-Trend der Studierendenzahl: +17,9 %.
  • Neu eingestiegen sind 21.428 Studierende.

Worum es in der Informatik geht

Informatik ist die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Informationen. Sie umfasst Programmierung, Algorithmen, Datenstrukturen, Rechnerarchitektur, Betriebssysteme, Netzwerke und Datenbanken. Anders als der Begriff Computerwissenschaft vermuten lässt, geht es nicht nur um Geräte, sondern um Verfahren, mit denen man Probleme berechenbar macht.

Das Fach ist gleichermaßen mathematisch und praktisch. Du entwickelst Software, analysierst, wie effizient sie ist, und überlegst, wie Systeme sicher, zuverlässig und verständlich werden. Dabei lernst Du, Probleme in kleine Schritte zu zerlegen, die ein Rechner ausführen kann.

Weil Informatik so breit ist, unterscheiden sich Studiengänge deutlich. Manche sind theorielastig, andere betonen Anwendungen, Systeme oder Medien.

Studieninhalte im Bachelor

Die ersten Semester drehen sich um Programmieren, Mathematik und Grundlagen der theoretischen Informatik. Du lernst eine oder mehrere Programmiersprachen, beschäftigst Dich mit Logik, Linearer Algebra, Analysis und diskreter Mathematik. Dazu kommen Algorithmen und Datenstrukturen, Rechnerarchitektur und Betriebssysteme.

Später folgen Datenbanksysteme, Softwaretechnik, Netzwerke, IT-Sicherheit und Wahlmodule. Typische Wahlbereiche sind Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Computergrafik, Robotik, verteilte Systeme, Mensch-Computer-Interaktion und Bioinformatik.

Projektarbeiten im Team, Praktika und eine Bachelorarbeit mit praktischem Anteil runden den Studienverlauf ab.

Voraussetzungen und Zulassung

Du brauchst keine Programmiererfahrung, aber Spaß an logischem Denken und Mathematik. Die Mathematik der ersten Semester überrascht viele, weil sie abstrakter ist als in der Schule. Wer sich früh mit Programmieren beschäftigt, etwa durch eigene Projekte, tut sich leichter.

Die Zulassung ist je nach Hochschule unterschiedlich. An manchen Universitäten gibt es einen Numerus clausus, an anderen kannst Du Dich frei einschreiben. Fachhochschulen und duale Hochschulen bieten praxisnahe Varianten, oft mit stärkerer Anwendungsorientierung.

Dauer und Abschlüsse

Der Bachelor dauert in der Regel sechs bis sieben Semester. Darauf kann ein Master mit vier Semestern aufbauen, in dem Du Dich vertiefst oder spezialisierst. Wer in die Forschung will, promoviert anschließend.

Daneben gibt es verwandte Studiengänge wie Wirtschaftsinformatik, Medieninformatik, Technische Informatik und Data Science. Sie unterscheiden sich im Anteil von Mathematik, Technik und Anwendungsfeldern. Ein Wechsel zwischen den Fächern ist im Bachelor oft möglich.

Berufsfelder

Informatiker arbeiten in Softwarehäusern, bei IT-Dienstleistern, in der Industrie, bei Banken, in Behörden, Forschung und Start-ups. Typische Tätigkeiten sind Softwareentwicklung, Systemarchitektur, IT-Sicherheit, Datenanalyse, Betrieb von Cloud-Infrastrukturen und Beratung.

Die Nachfrage nach Fachkräften ist seit Jahren hoch, der Einstieg gelingt meist zügig. Entscheidend sind Praxiserfahrung und ein Profil, das zu den Anforderungen der Arbeitgeber passt. Quereinstiege sind verbreitet, ein Studium bleibt aber der solide Weg.

Für wen sich Informatik eignet

Du solltest gern tüftelst und Probleme gründlich durchdenkst. Frustrationstoleranz ist wichtig, denn Fehler gehören zum Alltag. Wer Teamarbeit schätzt und Dinge verständlich erklären kann, ist im Beruf klar im Vorteil, weil Software selten allein entsteht.

Auch Offenheit für Neues hilft: Technologien ändern sich schnell, und Du wirst nach dem Studium weiterlernen müssen.

Tipps für den Studienstart

Nutze Vorkurse in Mathematik und Programmieren. Beginne früh mit eigenen Projekten, zum Beispiel einer kleinen Webanwendung oder einem Spiel. So erlebst Du, wie Theorie in der Praxis aussieht.

Arbeite in Lerngruppen, denn viele Aufgaben lassen sich im Gespräch besser lösen. Suche früh nach Werkstudentenstellen, um Berufserfahrung zu sammeln und Deinen Lebenslauf zu stärken.

Ein Blick auf zentrale Vertiefungen

Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen haben in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit bekommen. Im Studium lernst Du, wie Modelle trainiert werden, wie Daten aufbereitet werden und wo die Grenzen solcher Verfahren liegen. Dazu braucht es solide Kenntnisse in Statistik, Linearer Algebra und Programmierung.

IT-Sicherheit beschäftigt sich damit, Systeme gegen Angriffe zu schützen. Du lernst Kryptografie, sichere Softwareentwicklung, Netzwerksicherheit und den Umgang mit Schwachstellen. Der Bereich wird in Unternehmen und Behörden immer wichtiger.

Wer lieber an Systemen arbeitet, vertieft sich in verteilte Systeme, Cloud-Computing und Betriebssysteme. Computergrafik und Spieleentwicklung sind das passende Feld für alle, die Mathematik und Kreativität verbinden möchten. Mensch-Computer-Interaktion widmet sich der Frage, wie Software verständlich und nutzbar wird.

Karrierewege und Gehalt

Der Einstieg erfolgt oft als Softwareentwickler, Systemadministrator oder Consultant. Mit Erfahrung wechseln viele in die technische Leitung, in die Produktverantwortung oder in die Architektur. Die Einstiegsgehälter gehören im Branchenvergleich zu den höheren, besonders in großen Unternehmen und in Ballungsräumen.

Wer gründen möchte, findet in der Informatik ein gutes Fundament. Viele Hochschulen unterstützen Ausgründungen mit Beratung und Netzwerken. Auch Freiberufler sind in der Branche verbreitet, etwa als Entwickler oder IT-Berater.

Auslandssemester und Praxis

Informatik ist international vernetzt, englischsprachige Studiengänge und Austauschprogramme sind verbreitet. Ein Semester im Ausland verbessert Sprache und fachliche Perspektive. Praxisphasen bei Unternehmen und Open-Source-Projekte zeigen Dir, wie Teams arbeiten, und liefern ein Portfolio, das Arbeitgeber überzeugt.

Studienabbruch vermeiden

Die Abbruchquote ist in Informatik vergleichsweise hoch, meist wegen Mathematik und Programmierung im ersten Jahr. Nutze Tutorien, Sprechstunden und Lerngruppen, und frage früh nach, wenn Du etwas nicht verstehst. Wer dranbleibt, findet meist im dritten Semester Anschluss, weil die Module anwendungsnaher werden.

Zusätzliche Hinweise

Informiere Dich außerdem über Stipendien, die auch Informatikstudierende fördern.

Informatik in den Zahlen

Zum Wintersemester 2025/26 sind 157.736 Studierende im Fach eingeschrieben. Damit liegt es auf Rang 2 von 223 Studienfächern. Der Frauenanteil beträgt 20,8 Prozent.

Der Anteil internationaler Studierender liegt bei 32,6 Prozent, im ersten Fachsemester begannen zuletzt 21.428 Studierende. Die Nachfrage ist weiter hoch, die Zahl der Fachkräfte wächst.

Die Zahlen auf dieser Seite stammen vom Statistischen Bundesamt und gelten für das Wintersemester 2025/26. Wie wir rechnen, steht auf der Seite Transparenz. Einen Fehler melden kannst du über Feedback.

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Häufige Fragen

Muss ich vor dem Studium programmieren können?

Nein. Viele Hochschulen setzen keine Vorkenntnisse voraus. Wer üben möchte, nutzt Vorkurse und Online-Angebote.

Wie viel Mathematik braucht Informatik?

Im Bachelor ziemlich viel, besonders Analysis, Lineare Algebra und Logik. Später hängt es von der Vertiefung ab.

Uni oder Fachhochschule?

Die Uni ist theoretischer und forschungsnäher, die FH anwendungsorientierter. Beide führen zu guten Berufschancen.

Ist Informatik nur für Männer?

Nein. Der Frauenanteil ist niedriger als in vielen Fächern, steigt aber an vielen Hochschulen durch gezielte Programme.

Was ist der Unterschied zur Wirtschaftsinformatik?

Wirtschaftsinformatik verbindet Informatik mit Betriebswirtschaft und fokussiert auf betriebliche Anwendungen.