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Informatik

Wirtschaftsinformatik Studium: Zahlen, Trend und Rang

Wirtschaftsinformatik verbindet Informatik mit Betriebswirtschaft. Hier erfährst Du, wie das Studium aufgebaut ist und welche Jobs es eröffnet.

Platz 9 von 223+5,0 % in 5 Jahren

Arbeitsplatz mit Laptop im Büro
Arbeitsplatz mit Laptop im Büro Foto: Negative Space / StockSnap (CC0)

Kurz gesagt

Wirtschaftsinformatik zählt 70.089 Studierende (Wintersemester 2025/26) und belegt Rang 9 unter 223 Fächern. Frauen stellen 24,2 %, ausländische Studierende 19,7 %.

Profil in Zahlen

Studierende
70.089Wintersemester 2025/26
Frauenanteil
24,2 %
Frauen 24,2 %übrige 75,8 %
Internationale Studierende
19,7 %ausländische Staatsangehörigkeit
Studienanfänger
10.2371. Hochschulsemester
Bestandene Prüfungen
13.331Prüfungsjahr 2025

Entwicklung der Studierendenzahl

Studierende im Fach Wirtschaftsinformatik je Wintersemester55 Tsd.60 Tsd.65 Tsd.70 Tsd.75 Tsd.WS 2017/18: 59.493WS 2018/19: 62.104WS 2019/20: 64.146WS 2020/21: 66.722WS 2021/22: 67.312WS 2022/23: 66.132WS 2023/24: 67.909WS 2024/25: 68.809WS 2025/26: 70.08959.49370.08925/2617/1819/2021/2223/2425/26
Studierende im Fach Wirtschaftsinformatik je Wintersemester
  • Veränderung in 5 Jahren+5,0 %WS 2020/21 bis WS 2025/26
  • Veränderung in 8 Jahren+17,8 %WS 2017/18 bis WS 2025/26, längste vergleichbare Reihe
Werte als Tabelle
Studierende je Wintersemester
SemesterStudierendezum Vorjahr
WS 2017/1859.493–
WS 2018/1962.104+4,4 %
WS 2019/2064.146+3,3 %
WS 2020/2166.722+4,0 %
WS 2021/2267.312+0,9 %
WS 2022/2366.132−1,8 %
WS 2023/2467.909+2,7 %
WS 2024/2568.809+1,3 %
WS 2025/2670.089+1,9 %

Geschwisterfächer im Studienbereich Informatik

7 Fächer mit eigener Seite, sortiert nach Studierenden.

  1. Informatik20,8 % Frauen
    157.736
  2. Wirtschaftsinformatik24,2 % Frauen
    70.089
  3. 16.084
  4. Medieninformatik39,2 % Frauen
    15.757
  5. 7.661
  6. 3.538
  7. Bioinformatik48,7 % Frauen
    3.076

Fakten aus den Daten

  • 25,6 % der Studierenden im Bereich Informatik studieren Wirtschaftsinformatik.
  • Im selben Bereich gibt es 6 Geschwisterfächer mit Seite.
  • Gegenüber dem Stand vor fünf Jahren: +5,0 %.
  • In Wirtschaftsinformatik sind 24,2 % der Eingeschriebenen weiblich.
  • Im Größenranking belegt Wirtschaftsinformatik Platz 9.
  • Internationale Studierende machen 19,7 % aus.

Was Wirtschaftsinformatik ist

Wirtschaftsinformatik beschäftigt sich damit, wie Informationstechnik Unternehmen und Verwaltungen unterstützt. Absolventen entwerfen, betreuen und verbessern IT-Systeme, die Geschäftsprozesse steuern, etwa Warenwirtschaft, Kundenverwaltung oder Datenplattformen.

Das Fach steht zwischen Informatik und Betriebswirtschaft. Du programmierst weniger tief als Informatiker und kennst Unternehmensabläufe besser als reine Techniker. Du bist Vermittler zwischen Fachabteilung und IT.

Die Nachfrage nach dieser Brückenfunktion ist hoch, da Digitalisierung in fast jeder Branche stattfindet.

Studieninhalte

Die Grundlagen bestehen aus Programmierung, Datenbanken, Softwareentwicklung, Betriebswirtschaft, Rechnungswesen, Statistik und Mathematik. Später folgen Geschäftsprozessmanagement, ERP-Systeme, IT-Projektmanagement, Data Analytics, IT-Sicherheit und E-Business.

Projekte im Team bereiten auf die Berufspraxis vor. Du analysierst Anforderungen, modellierst Prozesse und entwickelst Lösungen.

Zugang und Hochschultypen

Wirtschaftsinformatik wird an Universitäten, Fachhochschulen und dualen Hochschulen angeboten. Viele Studiengänge sind zulassungsfrei, manche beschränkt. Die Mathematik ist geringer als in der Informatik, aber nicht zu unterschätzen.

Das duale Studium ist beliebt, weil es Praxis, Vergütung und Übernahmechancen verbindet.

Dauer und Abschlüsse

Der Bachelor dauert sechs bis sieben Semester, der Master drei bis vier. Im Master spezialisierst Du Dich auf Themen wie Data Science, IT-Management, Unternehmenssoftware oder Digitale Transformation.

Eine Promotion ist möglich, wenn Du forschen willst.

Berufsfelder

Absolventen arbeiten in Beratungen, Softwarehäusern, Banken, Versicherungen, Industrie, Handel und Verwaltung. Typische Rollen sind IT-Berater, Business Analyst, Projektmanager, Produktmanager, Datenanalyst und Systemarchitekt.

Die Berufsaussichten sind sehr gut, die Einstiegsgehälter liegen im oberen Bereich.

Für wen sich das Studium eignet

Du solltest technisches Verständnis, Interesse an Wirtschaft und Freude an Kommunikation haben. Strukturiertes Denken, Teamarbeit und Präsentationsstärke sind wichtig. Wer gern programmiert, aber auch Prozesse und Menschen mag, passt gut.

Wer ausschließlich tief in Technik einsteigen will, wählt besser Informatik.

Typische Projekte

Ein Handelsunternehmen möchte sein Lager digital steuern. Du analysierst Prozesse, sprichst mit Mitarbeitern, erstellst Anforderungen, wählst eine Lösung und begleitest die Einführung. Du schulst Anwender und prüfst, ob die Ziele erreicht sind.

Solche Projekte findest Du im Studium in verkleinerter Form wieder. Du lernst, Anforderungen aufzunehmen, Modelle zu zeichnen und Ergebnisse zu präsentieren.

Digitale Themen

Künstliche Intelligenz, Cloud, Datenschutz, Prozessautomatisierung und Cyber-Sicherheit prägen die Branche. Viele Hochschulen bieten Module dazu. Praktische Kenntnisse in SQL, Python und Business-Intelligence-Werkzeugen sind klare Vorteile.

Zertifikate von Herstellern können Dein Profil schärfen, ersetzen aber nicht das Studium.

Einstieg und Aufstieg

Berufseinsteiger beginnen oft als Consultant, Analyst oder Entwickler. Mit Erfahrung wechselst Du in Projektleitung, Produktverantwortung oder Management. Auch die Selbständigkeit als IT-Berater ist verbreitet.

Ein Tag im Beruf

Ein Business Analyst startet den Tag mit einem Gespräch mit der Fachabteilung. Sie klagt über langsame Auswertungen. Er klärt die Anforderungen, skizziert einen neuen Ablauf, bespricht ihn mit den Entwicklern und plant die Umsetzung. Am Nachmittag testet er eine Neuerung und schreibt eine Zusammenfassung für die Geschäftsführung.

So zeigt sich, was das Fach ausmacht: Du bist Übersetzer zwischen Fachsprache und Technik. Kommunikation, Struktur und Verständnis für beide Seiten sind der Kern des Berufs.

Wichtige Werkzeuge

Im Studium lernst Du Programmiersprachen wie Java oder Python, Datenbankabfragen mit SQL, Modellierung mit UML und BPMN und die Nutzung von ERP-Systemen wie SAP. Business-Intelligence-Werkzeuge wie Power BI oder Tableau werden zunehmend wichtig.

Projektmanagement-Methoden wie Scrum und Kanban gehören zum Pflichtprogramm. Wer sie früh anwendet, etwa in Studienprojekten, hat später im Beruf Vorteile.

Auswahl des Studiengangs

Studiengänge unterscheiden sich im Anteil an Informatik und Betriebswirtschaft. Manche sind technisch geprägt, andere managementorientiert. Lies das Modulhandbuch und achte auf Wahlmöglichkeiten, Praxisanteile und Kooperationen. Sprich mit Studierenden und Absolventen, um zu erfahren, wie die Berufschancen tatsächlich aussehen.

Ein duales Studium eignet sich, wenn Du früh Praxis, Einkommen und Übernahmechancen suchst. Es verlangt allerdings Disziplin, weil Studium und Beruf parallel laufen.

Hochschule und Standort

Bewerte Hochschulen nach Kooperationen mit Unternehmen, Projektangeboten und Alumni-Netzwerken. Metropolregionen haben mehr Praktikumsplätze und Nebenjobs, kleinere Städte oft günstigere Mieten. Berücksichtige auch die technische Ausstattung und die Betreuung in Softwareprojekten, denn sie beeinflusst Deine Praxisreife stark.

Weiterbildung und Spezialisierung

Nach dem Berufseinstieg bieten Hersteller, Verbände und Hochschulen Zertifikate an, etwa in Projektmanagement, Cloud, Datenschutz oder Prozessmodellierung. Viele Absolventen ergänzen später einen berufsbegleitenden Master, um in Management oder Spezialgebiete zu wechseln. Wer Beratung anstrebt, sollte früh Präsentationstechnik, Verhandlung und Englisch trainieren.

Auch die Selbständigkeit als Berater oder Entwickler ist möglich. Dafür sind ein Netzwerk, Referenzen und Kenntnisse in Vertragsgestaltung nützlich.

Der Start ins Studium

Beginne mit Programmierübungen, noch bevor die Vorlesungen losgehen. Nutze Brückenkurse in Mathematik und bilde früh Lerngruppen. Teams aus Technikern und Betriebswirten ergänzen sich, weil jeder Stärken einbringt, die dem anderen fehlen.

Netzwerke und Austausch

Viele Hochschulen betreiben Projektwerkstätten, in denen Studierende reale Aufträge von Unternehmen bearbeiten. Solche Projekte sind ein Prüfstein für das Gelernte und eine gute Referenz im Lebenslauf. Nutze sie, um Verantwortung zu übernehmen, Kunden zu betreuen und Ergebnisse vor Publikum zu präsentieren. Wer dort überzeugt, wird oft direkt vom Auftraggeber angesprochen.

Soft Skills trainieren

Übe Präsentationen, Moderation und Verhandlungen. In Projekten zählt, wie klar du Anforderungen erfasst und Ergebnisse erklärst.

Perspektiven nach dem Master

Mit Masterabschluss und Erfahrung kommen Positionen als IT-Leiter, Chief Digital Officer, Berater oder Hochschuldozent in Betracht. Viele bilden sich zudem in Führung und Strategie weiter.

Wirtschaftsinformatik in den Zahlen

Zum Wintersemester 2025/26 sind 70.089 Studierende im Fach eingeschrieben. Damit liegt es auf Rang 9 von 223 Studienfächern. Der Frauenanteil beträgt 24,2 Prozent.

Der Anteil internationaler Studierender liegt bei 19,7 Prozent, im ersten Fachsemester begannen zuletzt 10.237 Studierende. Die Zahlen zeigen, wie stark das Fach in den letzten Jahren gewachsen ist.

Stand der Zahlen: Wintersemester 2025/26, Quelle Statistisches Bundesamt. Wer mehrere Fächer abwägt, nutzt den Fächer-Vergleich oder liest die Methodik.

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Häufige Fragen

Wie viel programmiert man?

Genug, um Systeme zu verstehen und zu entwickeln, aber weniger als in der Informatik.

Wie unterscheidet sich das Fach von BWL?

Wirtschaftsinformatik legt den Fokus auf IT-Systeme, BWL auf Unternehmensführung.

Ist ein duales Studium sinnvoll?

Es verbindet Praxis und Studium und bietet oft Übernahmechancen.

Wie sind die Gehälter?

Im Branchenvergleich hoch, besonders in Beratung und IT.